Zeitreise Germanwings

Zur Darstellung des Kriminalfalles Absturz Flug 4U9585 am 24.3.2015 eine Sammlung verschiedener Daten aus Zeitung und Internet. Für die staatsanwaltlichen Ermittlungen in diesem Mordfall können die 150 Insassen und die Maschine erst befragt werden, wenn eine Reise in die Vergangenheit möglich ist. Daher sollen die derzeit bekannten Fakten umfassend in allen Denkrichtungen aufgeführt werden.
Mehrere Crews haben den Flug mit der Maschine wegen bekannter technischer Mängel verweigert und es kam am Vortag zur Startverzögerung wegen eines Problems mit der nicht richtig schliessenden Noose landing door. Bekannt sind für diesen Airbustyp Sensorfehler, die zu einer unrichtigen Geschwindigkeitsanzeige führen. Nach Absturz einer Maschine in 2009 wurden die Pitotsonden in allen französischen Flugzeugen ausgetauscht. Bei anderen Flügen kam es zu Beinaheabstürzen durch Sensormeldungen, die den automatischen Sinkflug auslösten. Dies kann durch Abschalten des Boardcomputers und nachfolgende manuelle Steuerung behoben werden, worin die Piloten mindestens seit 2012 auch geschult werden. Parallelen weist der Flug Qz8501 vom Dezember 2014 auf. Der Pilot verlässt seinen Sitz, unerfahrener Copilot, nach Ausschalten des Boardcomputers geht das Flugzeug in Steilflug über und stürzt hernach in die Javasee. Während eines Sinkfluges müssen die Piloten Sauerstoffmasken tragen, um bei einem möglichen Druckverlust nicht das Bewusstsein zu verlieren. Die Maschine war 24 Jahre alt und die Versicherung bei dem gleichen Hauptversicherer wie die Flugzeuge der Flüge Qz8501, MH370 und MH17 abgeschlossen. Bestimmte Risiken der Kaskoversicherung werden über gesonderte Veträge geregelt oder ausgeschlossen. Die Grösse des Trümmerfeldes weist daraufhin, dass die Maschine bereits in der Luft zerbrochen ist. Weiter wurden von Augenzeugen eine Explosion, Rauchwolke und Kampfflugzeuge beobachtet, als die Maschine noch in der Luft war. Hinter dem Bergmassiv befindet sich dichtbesiedeltes Gebiet. Der Chip mit den Flugdaten wurde aus dem Flugschreiber herausgeschleudert und über die Auswertung der Telefondaten der Fluggäste ist nichts bekannt. Zeitweise befand sich der Copilot wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung, eine zerrissene Krankschreibung für den Absturztag lag im Papierkorb, auf einem Computer wurde zu Selbstmordvarianten und Verriegelungsmöglichkeiten von Cockpittüren gesucht, zwei neue Autos waren bestellt, seine Freundin ist schwanger und die Heirat geplant. In einer depressiven Phase werden Menschen aufgrund des starken seelischen Schmerzes planungs- und handlungsunfähig und töten sich im Affekt, in der manischen Zeit sind sie hochaktiv und bringen sich nicht um.
Wie konnte der Flugschreiberchip aus der wasserdichten, druck- und temperaturfesten Box herausfallen? Warum existieren keine Veröffentlichungen der Live-Abspielung des Stimmrekorders? Wie ist es möglich aus dem Hintergrundlärm einer Stimmrekorderaufzeichnung ein „ruhiges tiefes Atmen“ zu hören und was sagt das aus? Woher ist bekannt, dass der Pilot seinen Sitz und das Cockpit verlassen hat? Warum musste er auf einem so kurzen Flug gleich nach dem Start auf Toilette? Warum hat der Pilot nicht über Handy die Flugleitzentrale angerufen oder einen Notruf abgesetzt, als er gemerkt hat, dass das Flugzeug im Sinkflug ist, auf ein Bergmassiv zusteuert und er aus dem Cockpit ausgesperrt ist? Warum sucht ein Copilot nach Verriegelungsmöglichkeiten im Internet, wenn die allgemein bekannt sind? Wer hat mit welchem Gegenstand zu welchem Zweck gegen die Cockpittür gehämmert? Könnte das Abschalten des Boardcomputers zu einer Türsperrung geführt haben? Waren sich die Fluggäste des Risikos eines Absturzes beim Einsteigen in die Maschine bewusst? Hat niemand aus dem Fenster gesehen? Warum hat keiner verängstigt zu Hause angerufen und was ist mit der Auswertung der Telefone? Wurde ein Herzinfarkt oder Bewusstlosigkeit durch nichtpassenden Sauerstoffgehalt in Betracht gezogen? Ist bekannt, ob die Piloten Sauerstoffmasken kurz vor dem Absturz trugen? Warum würde ein Selbstmörder eine Sauerstoffmaske aufsetzen? Warum hat keiner der Crew die starke Depression des Copiloten wahrgenommen? Warum hat sich der Copilot nicht in das Auto gesetzt und es an die nächste Mauer gefahren? Warum gibt es keinen Abschiedsbrief? War der Copilot ein Schläfer und haben sich die Attentäter nur noch nicht gemeldet? Warum entzündet sich die Maschine durch Aufprall an ein Felsmassiv und explodiert wie in einem amerikanischen Film? Was wäre passiert, wenn die Marinepiloten im Vorbeiflug zwei bewusstlose Piloten im Cockpit gesehen haben? Warum wurde kurz vor dem Absturz die Geschwindigkeit erhöht? Wer hat die Depression des Copiloten in die Ermittlung eingebracht und woher wusste er/sie davon, wenn vertrauliche persönliche Daten nur hundertprozentig sicher gespeichert werden? Warum wurde der Name des Copiloten preisgegeben, veröffentlicht und seine trauernden Angehörigen der Gefahr der Lynchjustiz ausgesetzt, respektive seine Freundin, das Baby zu verlieren? Warum ist seitdem der mögliche technische Defekt aus der Ursachendiskussion nahezu verschwunden? Warum sucht Airbus nicht fieberhaft und transparent für die Öffentlichkeit in allen Richtungen nach technischen Fehlermöglichkeiten? Wurde eine Beteiligung der Versicherung in Betracht gezogen? Wem nutzt die Suche nach dem Schuldigen, wenn die Menschen dadurch nicht zurückkehren? Warum kann ein Mensch in einem Rechtsstaat beschuldigt und ohne öffentliche Gerichtsverhandlung verurteilt werden, der nicht mehr lebt?
Bei einer derart hohen Anzahl ungeklärter Fragen, mutmasslicher Mörder und 151 fehlender Zeugenaussagen ist das einzig gerechte und vorher bekannte Urteil: Unschuldig. Wenn die Zeit zurückgedreht werden könnte, was wäre zu tun? Den Copiloten in lebenslange Haft oder psychatrische Behandlung setzen? Das Flugzeug würde vermutlich trotzdem abstürzen, weil etwas anderes nicht passt. In einer Endlosschleife gefangen könnten die unzähligen Möglichkeiten ausprobiert werden, bis der Absturz nicht mehr stattfindet und eine zusätzliche Bestrafung nicht mehr notwendig ist. Vielleicht war es ein Schmetterling in Neuseeland, der in weiterer Verkettung von unbekannten Umständen zu dem Absturz geführt hat. Weder der Flugzeughersteller, noch der Arbeiter am Fliessband, der Rohstofflieferant noch der zusammenschraubende Roboter, die Wartungsfirma oder die Airlines können für einen technischen Defekt verantwortlich gemacht werden. Die Passagiere wollten von Barcelona nach Düsseldorf, die Crew arbeiten, die Behörden, Regierungen und Versicherungen das Problem lösen, und alle handelten und handeln in bestem Glauben. Es fehlten die Hellseher in dieser Geschichte, die das Wissen um die Zukunft besitzen. Welches Gericht ist ohne Fehler und wollte die Menschen für ihre Existenz, für ihr Leben bestrafen? Der Schmerz, der allen beteiligten Parteien durch den Verlust zugefügt wurde, ist schon schwer genug zu ertragen. Die Wahrheit liegt auf dem Bergmassiv, in den Untersuchungsabteilungen und unzugänglich in der Vergangenheit. Wenn umfassend und transparent alle Fakten ohne Schuldzuweisung betrachtet werden, kann die Energie der Katastrophe in die Suche nach möglichen Ursachen investiert werden und der nicht mehr zu ändernde Absturz der Germanwings-Maschine erhält so einen Sinn für das Leben Anderer.