Kleinfeuerungsanlagen

Ist erst einmal eine gewisse Sensibilisierung zu staatlichen Willküreingriffen erfolgt, offenbart sich den kritischen Betrachtern ein weites Feld. Auch zum Thema Wärmeenergie gehen die Anforderungen hinsichtlich des Umweltschutzes einseitig zu Lasten der Bevölkerung und des/r Einzelnen, während die für den Hauptteil der Luftverschmutzung verantwortliche Industrie vom Gesetzgeber geschont wird. Beliebig oft konsultiert die Wirtschaft dafür den Arbeitsplatzabbau, hohe Umsatzverluste und Verlegung von Produktionsstandorten ins Ausland.
Obwohl selbst ein mit feuchtem Holz betriebener alter Ofen im reellen Kosten-Nutzen-Vergleich noch nicht einmal bei 1.000jährigen Betrieb ansatzweise die Umweltschäden verursachen würde wie die Öl-, Gas- und Kohleverbrennung, werden die konventionellen fossilen Brennstoffe über Subventionen aus Steuergeldern gefördert und per Gesetz bevorzugt behandelt. Grundgesetz Artikel 3 Absatz 1 besagt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Nur die Industrie ist gleicher? Da die Ungleichbehandlung ein Grundrecht verletzt, zieht das die Ungültigkeit der dies verursachenden Gesetzgebung nach sich. Was bei den Behörden, Gerichten und staatlich beauftragten Schornsteinfegern noch nicht angekommen ist, weil sich kaum ein Mensch auf seine Grundrechte beruft. Hinzu kommt, dass eine fachliche Begründung für die Bevorzugung nicht existiert.

1. Fossile Brennstoffe
Darunter fallen die Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle. Fossil werden sie aufgrund ihrer jahrmillionenlangen Entstehung genannt. Sie stellen  tief unter der Erdoberfläche riesige Kohlendioxidspeicher vergangener Erdzeitalter dar, welche dank unserer Technik und Gier innerhalb von zwei Jahrhunderten in die Atmosphäre freigesetzt werden. Neben den nicht kontrollierbaren Folgen der unverantwortlichen Erhöhung dieses klimarelevanten Spurengases, wird den Umweltschäden bei Suche, Gewinnung, Transport und Aufbereitung in keinster Weise Rechnung getragen.
Bei der sogenannten Exploration, der Suche nach Lagerstätten, wird Wasser mit zum Teil hochgiftigen, Biozide enthaltenen Chemikalien (Frackingfluide) in tiefe Erdschichten gepumpt. Die Folgen für grundwasserführende Schichten sind nicht absehbar und die Entsorgung des nicht vollständig zurückfliessenden Wassers ist schwierig. Sowohl bei der Förderung als auch dem Transport kommt es immer wieder zu Ölverlusten durch die Bohrungsversuche selbst, schlecht verankerte Bohrinseln und -türme, Tankerunglücke, undichte Pipelines, sowie durch Naturgewalten, fehlerbehaftete Technik und Arbeitsprozesse. Aufgrund der nahenden Erschöpfung der Ölquellen, wird in hochempfindlichen Lebensräumen wie der Arktis die verheerende Förderung aus Ölsandschiefer erschlossen, die lebensfeindliche, kaum regenerierbare Flächen in der Grösse deutscher Bundesländer hinterlässt und die Hochrisikotechnologie des Fracking, für früher als nicht produktiv eingestufte sogenannte “unkonventionelle” Lagerstätten wird ernsthaft in Betracht gezogen.
In den Raffinerien erfolgt die Aufbereitung des Rohöles. Die Luftbelastungen reichen von Nickel- und Vanadiumhaltigen Feinstäuben, Schwefeldioxid, Stickstoffoxiden, Kohlenwasserstoffen wie krebserregenden, erbgutverändernden Benzolen, über Kohlenmonoxid, Schwefelwasserstoff, Kohlenstoffdisulfid, Carbonylsulfid, bis Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Cobalt, Nickel und Antimon. Das anfallende Abwasser ist wärmeverschmutzt und enthält ebenfalls Kohlenwasserstoffe wie Benzole, Aliphate, Aromate und Isoalkane, weiter Schwefelwasserstoff, Mercaptane, Phenole, Thiophenole, Ammoniumverbindungen, Cyanide, Naphtensäuren, Thiosulfate, Alkanolamine, Säuren, Laugen, Feststoffe, Schwermetalle wie Nickel, Vanadium, Kupfer, Blei, Quecksilber und Eisen. Zudem treten halogenierte organische Verbindungen auf, der pH-Wert weicht von der Neutralität ab, das Wasser ist giftig für Gewässerorganismen, wird auf Fischgiftigkeit jedoch nicht geprüft. An zusätzlichen Abfällen sind ölkontaminierter Boden und Chemikalien zu nennen. Die Verteilung auf die Verbrauchsstellen kostet Diesel und produziert weitere Luftschadstoffe.
In der Gesamtbilanz für einen Liter Öl an der Tankstelle sind diese umweltrelevanten Belastungen nicht ansatzweise enthalten. Vielmehr richtet sich der Preis nach den Schwankungen am Weltmarkt, Subventionen und den Manipulationen durch die Öllobby.
Der Abbau von Steinkohle erfolgt in grossen Tiefen über Stollenbau, was zu Grundwasserbeeinträchtigung auch durch die Grubenwasserhaltung, oberirdischen Sackungen, Bodensenkungen und Gebäudeschäden führen kann. Braunkohle wird über Tagebau aus oberflächennahen Schichten gefördert. Die dabei auftretenden Mengen von Feinstaub sind erheblich. Hierfür werden ganze Dörfer umgesiedelt und die Menschen enteignet, was mitnichten zum Wohle der Allgemeinheit (GG Art. 14), sondern für die Gewinne privatwirtschaftlicher, zum Teil noch nicht einmal deutscher Betriebe erfolgt. Zudem ist der Schaden an Böden und Grundwasser kaum zu bemessen. Anfallende Luftschadstoffe bei der Verbrennung sind Kohlendioxid, Feinstäube, Schwefeldioxid, Stickoxide, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und das Schwermetall Quecksilber, welches in hochgiftiges, nahrungsmittelrelevantes Methylquecksilber umgewandelt wird, Ursache für 70 % der Quecksilberemissionen. Im Feinstaub enthalten sind zudem Arsen, Chrom, Blei, Cadmium und Nickel, sowie in Spuren die radioaktiven Elemente Thorium, Radium und Uran, letzteres in Kokereien sogar in förderungswürdigen Mengen, die den Gehalt von Uranerzen übersteigen. Hinzu kommt die Wärmeverschmutzung der Flüsse durch die Ableitung der  anfallenden Abwärme.
Der Verkaufspreis wird weitestgehend bestimmt über Subventionen, Emissionshandel, die Kohlelobby der klassischen Förderländer  und die Börse, während den Umweltschäden bei Förderung und Verstromung, sowie den Menschenrechtsverbrechen durch Enteignung und Umsiedelung keine Rechnung getragen wird.

2. Holz
Der Brennstoff Holz wächst innerhalb eines Menschenlebens nach, bei schnellwüchsigen Arten sogar mehrfach und verbraucht beim Wachstum über die Photosynthese, die Umkehr der Atmung, das bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxid. Somit ist die Gesamtkohlendioxidbilanz bei Verwendung von aufgesammelten Totholz weitestgehend ausgeglichen. Für die Verwendung von gekauftem Scheitholz ist aufgrund der maschinellen Gewinnung und des Transportes ein Anteil von Öl in die Rechnung mit aufzunehmen, der dem Anteil bei der Verteilung der fossilen Brennstoffe entspricht.
An Luftschadstoffen treten vornehmlich Kohlenmonoxid, PAK, Wasserdampf, Russ, und Feinstäube auf. Letztere werden in der einschlägigen Literatur als erheblich höher im Vergleich mit den fossilen Brennstoffen dargestellt. Bei Betrachtung des Gesamtfeinstaubausstosses von Wirtschaft, Verkehr, privaten Haushalten, Heizwerken und Landwirtschaft, betrug der Anteil durch Holzverfeuerung im Jahre 2001 gerade mal 11,71 %. Für einen reellen Vergleich der Feinstaubwerte mit Öl-, Gas- und Kohleverfeuerung müssen die bei Förderung und Aufbereitung anfallenden Mengen miteingerechnet werden, was nicht passiert. Zusätzlich erschwert wird das durch die Nichtberücksichtigung der Feinstaubbelastung vom Braunkohletagebau.
Für die anderen Luftschadstoffe als auch für die mit den Schwermetallen Zink, Blei, Eisen, Chrom, Kupfer, sowie in geringen Mengen Arsen, Cadmium, Quecksilber, den radioaktiven Substanzen Uran, Thorium und Radium belasteten Feinstäuben und Aschen sind die Gesamtmengen im Verhältnis zu den fossilen Brennstoffen verschwindend gering. Aufgrund des langen Anlagerungszeitraumes über Millionen Jahre und der Verpressung ist die Gesamtkonzentration dieser natürlich anfallenden Schadstoffe in Öl, Gas und Kohle logischerweise um ein Vielfaches höher. So ist für den überwiegenden Anteil der PAK’s auch die Verbrennung fossiler Energieträger verantwortlich. Zudem fällt ein grosser Teil bei den vorherigen stark umweltschädigenden Aufbereitungsprozessen an, so dass die Verfeuerungsbilanz dahingehend statistisch schöngefälscht ist. Weiter stellen die einzuhaltenden Emissionswerte in der derzeitigen Fassung eine Verletzung der Gleichbehandlung dar, die auf Betrug basiert.

3. Papier
In der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung Paragraph 3 werden die entsprechenden “erlaubten” Brennstoffe genannt. Was nicht aufgeführt ist, wird bei Verwendung als Ordnungswidrigkeit (§ 24) unter Strafe gestellt. Papier, hier wird ausschliesslich auf die unbeschichtete Variante Bezug genommen, ist nicht extra benannt, jedoch in der Regel aus Holz. Trotzdem wird es von der Verordnung über den Umweg der Formulierung “naturbelassenes Holz” ausgeschlossen, wodurch sich die Frage nach der wissenschaftlichen Begründung geradezu aufdrängt. Noch wichtiger scheint die Klärung dieses Sachverhaltes, da unter der Nummer 6 “gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz” und unter 7 “Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz” aufgeführt sind, die nur zu verwenden sind, wenn das Holz keine Holzschutzmittel, halogenorganisch- oder schwermetallhaltige Beschichtungen enthält. Wie das zu erkennen sein soll, wird nicht näher aufgeführt.
Wissenschaftlich betrachtet ist diese Verordnung sinnfrei. Bei der Verbrennung von Papier entstehen diesselben Schadstoffe wie bei der Holzverbrennung. Eine Bestätigung für den negativen Einfluss durch die enthaltenen Druckerschwärzen konnte bisher in der Literatur nicht gefunden werden. Erhöht ist der Gehalt an Feinstaub, vorallem bei Verwendung einzelner Blätter zum Anzünden. Die Verwendung von trocken erstellten Briketts in der Glut in Verbindung mit Holzscheiten ist dahingehend nicht geprüft. Weiter ist die Menge hinsichtlich der tatsächlich anfallenden Mengen bei der Verbrennung fossiler Energieträger ähnlich der Holzverbrennung zu relativieren.
Somit stellt sich die Frage nach dem Grund für den bewussten Ausschluss, der durch die Formulierung “naturbelassenes Holz” ein wenig nachgepflegt wirkt. Es lässt vermuten, dass die Begründung, dass Papier auch nur Holz ist, schon im Zusammenhang mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren gefallen ist. Wem nutzt also dieser Ausschluss? Nicht der Umwelt oder der Allgemeinheit und auch nicht den AnlagenbetreiberInnen. Was übrigbleibt, ist der private Abfallentsorgungsbetrieb, der das Altpapier einsammelt, recycelt und verkauft.

Zusammenfassend ist daher folgendes festzustellen:
1. In mehreren Punkten werden die Industrie und die Lobby der fossilen Energieträger entgegen Grundgesetz Artikel 3 Absatz 1 bevorzugt behandelt.
2. Die tatsächlichen Schadstoffbelastungen durch Erdöl, Erdgas und Kohle werden über Entkopplung und Ignorieren der Fakten verschleiert und führen so zu einer gemeinwohlschädlichen Gesetzgebung, welche in weiterer Folge den Ausbau der alternativen Energien und umweltfreundlicher Speichermedien verhindert.
3. Über die gemeinwohlschädlichen Regelungen der Enteignung für Tagebaue als auch im Rahmen der 1. Bundesimissionsschutzverordnung, werden die GrundstückseigentürmerInnen und AnlagenbetreiberInnen in den Grundrechten verletzt (GG Art. 1, Art. 2, Art. 3 Abs. 1, Art. 13 Abs. 1 und Art. 14). Dieser Verstoss gegen die unverletztlichen Menschenrechte zieht die Nichtigkeit der Paragraphen nach sich.

Literatur:
http://www.umweltbundesamt.de
http://de.wikipedia.org
http://energie-lexikon.info
http://gesetze-im-internet.de

Letzte Aktualisierung: 7. Maerz 2015