Forschung

Nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten von Kleinkläranlagen DIN 4261 und ähnliche, sowie praxisbezogene alternative Entlastung der Schadstofffracht ihrer Abwässer.

So lautet das vorläufige Thema der wissenschaftlichen Teilarbeit im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzeptes. Ziel der Studie sind praxisorientierte, nicht-technische Lösungen der Verwertung des anfallenden Abwassers in dezentralen Kläranlagen bei Kostenminimierung und Maximierung der Umweltfreundlichkeit.

Die Idee zu dem Nachhaltigkeitskonzept kristallisierte sich in 2012 aus dem Bewusstsein heraus, dass die als alternativ und ökologisch bezeichneten Energien wie Biomasse, Sonnen- und Windkraft einen ähnlich grossen ökologischen und Kohlendioxid-Fussabdruck besitzen, wie Öl, Erdgas und Kohle, sozusagen Schuhgrösse 2014, mit jedem Jahr steigend. Was häufig daraus resultiert, dass sie wirtschaftlich, börsennotiert, wachstumsorientiert und monopolistisch/zentral strukturiert arbeiten müssen und damit Nachhaltigkeit ausschliessen. Gemeinwohlinteressen wie die Versorgung mit Wasser, Nahrung, Gesundheit, Bildung, Forschung, Energie und Abfallentsorgung sollten weder börsengehandelt noch wirtschaftlicher Nutzung unterworfen werden, da dies den eigentlichen Sinn in der Regel zugunsten des Profites ad absurdum führt. Einen weiteren Aspekt, bildet die überall favorisierte technische Problemlösung, welche durch Fehleranfälligkeit und die Erzeugung von Abhängigkeiten lediglich weitere Probleme produziert, anstatt dezentrale, lebensnahe und praxisorientierte Lösungen zu bieten. Wir ersetzen z.B. gesetzlich verordnet die Glühbirnen durch SondermüllEnergiesparlampen und lassen dafür in der Kleinkläranlage, ebenfalls gesetzlich verordnet, 8 Stunden am Tag eine Pumpe zur Belüftung laufen, die die eigentliche Funktionsweise der Anlage behindert und die Reinigungsleistung verschlechtert. Derart missgeleitete, gesetzlich zwangs-verschriebene Konzepte greifen geradezu randalierend in die Privatsphäre der Menschen ein, verletzen die Grundrechte und schädigen die Umwelt.
Nachdem die Kreisverwaltung Cuxhaven für mein Studienobjekt eine verheerende technische Anpassung forderte, obwohl die Anlage  funktioniert und den Mindestanforderungen der Abwasserverordnung genügt, bearbeite ich bevorzugt den Punkt 6. Rechtsgrundlagen. Die ersten Ergebnisse weisen allerdings auf fehlende Eingriffsgrundlagen und missbräuchlichen Einsatz von Gesetzen hin, die durch verfassungswidrige Methoden kompensiert werden.
Im Landkreis Cuxhaven existieren 14.500 Kleinkläranlagen, 9.000 sind bereits „saniert“. Voraussichtlich am 6. März 2015 beginnt die Erhebung bei den 38 unteren Wasserbehörden der Landkreise Niedersachsens. Das weitere Bundesgebiet soll folgen.

Inhaltsverzeichnis (Stand: 5.3.2015)
1. Verwertung, 1.1. Energie, 1.2. Dünger
2. Energiegewinnung, 2.1. Biogas, 2.2. Rotteprozess
3. Fäkalschlamm
4. Schadstoffminimierung
5. Kostenminimierung
6. Rechtsgrundlagen, 6.1. Niedersachsen 6.2. Stadtstaaten
7. Behörden, 7.1. Verwaltungsverfahren, 7.2. Behördliche Kontrollen, 7.3. Wartung, 7.4. Sanierung, 7.5. WHG Anlage 1 zu §3 Nr. 11, 7.6. Anpassung an den Stand der Technik, 7.7. Verfassungskonformer Verwaltungsakt

Literatur
1. Bundesgesetze, Verordnungen Webseite: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
2. Gesetzgebung Niedersachsen Webseite: Recht und Gesetz in Niedersachsen, Hayek Internet Verlag
3. Zitate Einleitegenehmigung/wasserbehördliche Erlaubnis Landkreise Stade und Cuxhaven
4. Zitate Anordnung Landkreis Cuxhaven und weitere Schreiben
5. Bundessozialgericht Urteil vom 7.7.2005 BSG B 4 RA 58/04 R
6. Anhörungsschreiben Landkreis Stade

Letzte Aktualisierung: 5. Maerz 2015