Philosophie

Vom Bürger mit dem Auftrag versehen, für möglichst viele Menschen in Deutschland gute Lebensverhältnisse zu schaffen, ist der Staat nicht in der Lage, seinen Aufgaben gerecht zu werden. Seit der eiserne Vorhang gefallen ist, existiert kein moralisches Regulativ mehr, um den Unmenschlichkeiten einer ständig sich im Wachstum befindlichen Wirtschaft Einhalt zu gebieten. Zugunsten der Ökonomie wurde das Gemeinwohl in den Abgrund gestossen, die Zeche zahlen Menschen, Tiere und Umwelt. Ist dies den Bürgern meist nicht bewusst, haben Tiere und Umwelt keine Stimme. Strom wird an der Börse gehandelt und besteuert, anstatt ihn als mittlerweile lebensnotwendiges Gut den Menschen zur Verfügung zu stellen. Nicht der Produzent wird in die Pflicht genommen, verantwortungsvoll zu produzieren, sondern der Verbraucher soll über sein Einkaufsverhalten den Markt regeln. Drittgrösster Waffenexporteur und führend bei Bürgerkriegswaffen – mit der Geschichte von Deutschland ist das nicht vereinbar, um es freundlich auszudrücken. Und nicht genug, dass die Politiker sich in Aufsichtsräten der grossen Unternehmen tummeln, in der Regel gegen ein “kleines EntGeld”, werden die Ämter nicht mehr ausschliesslich über Steuereinnahmen finanziert, sondern müssen wirtschaftlich arbeiten, Geld verdienen. Das führt ihre originäre Aufgabe ad absurdum, da ihnen die nötige Objektivität fehlt. Vor Gericht wäre es an der Zeit einen Befangenheitsantrag zu stellen.

Wer spricht heute Missstände an, stellt diesen Antrag auf Befangenheit? Selbst der Journalismus ist zu staatlich geförderten ökonomischen Blabla und Lobhudeleien im Geiste des Konsums verkommen, mit wenigen Ausnahmen. Wenn ich meinen Lebensunterhalt damit verdienen muss, wie kann ich die Wahrheit sprechen, ohne mir selber zu schaden? Welcher Arzt kann seine Patienten heilen, ohne sich seiner wirtschaftlichen Basis, der Patienten, zu entledigen? Welcher Richter kann für den Bürger Recht sprechen, wenn er von einem wirtschaftsorientierten Staat bezahlt wird?…

Zur Entwirrung des selbst für Fachanwälte unüberschaubaren Gesetzwerkes und seiner oft ungerechten, unmenschlichen und verfassungwidrigen Umsetzung, einer moralischen “Entwertung” des Geldes, um unwirtschaftlichen Werten eine Stimme zu geben, Nachdenken und Diskutieren ist dieser Blog entstanden. Môr Celtaidd ist ein Projekt für Freiheit, Frieden und Demokratie.

Croeso
Regina